Ökotest 11/16Das zumindestens läßt der Deutsche Imkerbund DIB durch seine Pressesprecherin in der aktuellen Ausgabe von Ökotest im Zusammenhang mit der Überprüfung von 8 Honigen behaupten.

Richtig ist jedoch, dass Bio-Imker in Deutschland durch ihre Betriebsweise eine bestmögliche Honigqualität erzeugen.

Bio-Imker sind Idealisten, welche zu diesem Zweck erhebliche Bewirtschaftungserschwernisse in Kauf nehmen. Bio-Imker greifen im Kampf gegen die Varroamilbe nur auf eine kleine Auswahl organischer Säuren zurück. Die Behandlung gegen diesen Parasiten mit diesen Mitteln verlangt großes Fingerspitzengefühl und einen hohen Arbeitseinsatz. Dies gilt auch für biotechnische Methoden der Varroakämpfung, welche zunehmend in Bio-Imkereien Anwendung finden. Dadurch werden bedenkliche Rückstände aus Medikamenten vermieden.

Ein eigener Wachskreislauf beugt der Einschleppung von Schadstoffen und künstlichen Wachsen in Waben und Honig vor. Dies erweist sich vor dem Hintergrund aktueller Wachsskandale durch Verfälschungen als zukunftsweisend.

Die Winterfütterung ausschließlich mit Zucker aus ökologischer Landwirtschaft fördert eine saubere Umwelt für Mensch und Tier. Mit der Ausweitung des ökologischen Landbaus sinkt auch das Risiko, dass Bienenprodukte kontaminiert werden.
Die auferlegten Richtlinien werden von unabhängigen Kontrollstellen auf ihre Einhaltung hin überprüft.

Trotz all dieser Bemühungen ist ein Eintrag von Schadstoffen in den Honig aus konventioneller Landwirtschaft nicht immer zu vermeiden. Der Flugradius und das Sammelareal der Bienen sind so groß, dass es sich nicht auf Naturflächen und ökologisch bewirtschaftete Flächen begrenzen lässt. Gespräche und Vereinbarungen zwischen Imkern und Landwirten über die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln haben nur eine eingeschränkte Wirkung.

In der Regel liegen die Schadstoffgehalte, wenn überhaupt vorhanden, unterhalb der gesetzlichen Höchstmengen, welche für Honige aller Herkünfte gelten.

Trotz dieser Einschränkungen lohnt es sich, ökologisch zu imkern, um bestmögliche Bienenprodukte zu erzeugen.

Vor diesem Hintergrund ist es unerträglich, wenn ein Imkerverband, zu dessen Mitgliedern auch kontrolliert ökologisch wirtschaftende Imker gehören, diesen Erzeugern in den Rücken fällt, indem er ihnen Verbrauchertäuschung vorwirft. Der DIB hat den Anspruch, Vertreter aller Imker zu sein und erhebt von allen Mitgliedern Werbekostenbeiträge.

Jedoch ist der Deutsche Imkerbund als Vertretung der Imker nicht alternativlos. Jeder Imker sollte kritisch überlegen, wo seine Interessen am besten vertreten werden.

BunsenDr. Jan-Dirk Bunsen
Bio-Imker &
Vorstandsmitglied im Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund DBIB
Jan Dirk Bunsen

AG Süd
OT Horterhof 24
67699 Heiligenmoschel
Fon (06301) 300-672
Fax (06301) 300673
jan-dirk.bunsen@berufsimker.de

 

Großimkertage 2018
in der Congress Union in Celle

Einladung zu den Norddeutschen Großimkertagen Celle

Im Januar 2018 kehren die Berufsimker erneut in Celle ein, um die Norddeutschen Großimkertage zu veranstalten. An zwei Tagen bieten wir Ihnen wieder ein reichhaltiges Programm aus Fachvorträgen, Workshops, Betriebsvorstellungen und Informationen. In der großen angeschlossenen Fachausstellung und Verkaufsmesse, findet man ein großes Angebot an Betriebsmitteln, Imkereigeräten, Materialen und Imkereiprodukten. PKW Parkplätze finden sich im Parkhaus direkt unter dem Veranstaltungszentrum und weiteren Parkhäusern in kurzer fußläufiger Entfernung (5 Min). Eine beschränkte Anzahl von Parkplätzen für Fahrzeuge der Transporterklasse finden sich direkt hinter der Halle auf einem separaten Parkplatz, zu erreichen über die Straße "Bullenberg" welche parallel hinter der Halle verläuft. Über die ganze Veranstaltung hinweg wird vom Küchen Team der Congress Union ein Catering zu fairen Preisen angeboten. Letztmalig wird es in 2018 eine Terminüberschneidung mit der Grünen Woche und DEMO in Berlin geben, Celle 2019 und folgend fallen dann auf das letzte Wochenende im Januar.

Bis auf die Jahreshauptversammlung
ist die komplette Veranstaltung für jeden Interessierten geöffnet!

Am Samstag bitten wir unsere Mitglieder zur Jahreshauptversammlung des DBIB e.V., an der man nur als Mitglied teilnehmen kann. Bitte vergessen Sie Ihren Mitgliedsausweis nicht. Die große Fachausstellung freut sich in den zwei Stunden der JHV selbstverständlich über alle anderen Besucher der Veranstaltung.

Samstag, 20. Januar und Sonntag, 21. Januar 2018

 

Eintritt Samstag und Sonntag: einmalig für beide Tage 10,00 €
Eintritt für DBIB Mitglieder frei (Mitgliedsausweis nicht vergessen !!!!, sonst kann kein freier Eintritt gewährt werden)

 

Samstag, 20. Januar 2018 – Congress Union Celle · Thaerplatz 1 · 29221 Celle

 

 

 

                           

                                                                 

 

 

 


Sonntag    21. Januar 2018 – Congress Union Celle · Thaerplatz 1 · 29221 Celle

 



10:30 Uhr    Vortrag: „Durchwachsene Silphie im Aussaatverfahren – Ein Ausblick nach dem Durchbruch in die Zukunft“
                    Referent: Michael Dickeduisberg, LWK NRW
                      Online-Script des Vortrags zum Downloaden hier:
                       





Ende gegen 15:30 Uhr

Große Imker-Fachausstellung in der Congress Union Celle --- Thaerplatz 1 --- 29221 Celle
Samstag: 10 – 18 Uhr
Sonntag: 9 – 17 Uhr

Programmänderungen vorbehalten!


 

Mittelwände einkaufen auf ist Vertrauenssache. Man gibt sein gutes Wachs im Tausch gegen Wachs von anderen Imkereien. Beide Seiten, Imker wie auch Umarbeiter, können nach den derzeitigen Bestimmungen ohne weiteres auch schummeln. Denn der Begriff Bienenwachs lässt von Seiten des Gesetzgebers sehr viel Interpretationsspielraum.
Wenn jedoch die Mittelwände für Bienen bzw. die Brut toxisch sind, oder man gar vollsynthetisches Wachs als Eigenwachs-Umtausch zurück bekommt, dann ist das mehr als nur Betrug! Das Vertrauen in einen funktionierenden Markt ist dahin!

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Hier sieht man die extremen Propolis-Ablagerungen
(c) Markus Bärmann

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen um gepanschte oder giftige Mittelwände. Meist wird in dem Zusammenhang von sehr lückenhaften Brutnestern berichtet, in Verbindung mit extrem ausgebildeten Propolisanlagerungen an den Zellrändern. Oder von Waben, welche ohne ersichtlichen Grund abrutschen (vor allem bei senkrecht gedrahteten Waben).

Wenn Sie oder Bekannte von Ihnen auch Opfer dieser Betrügereien wurden, bitten wir Sie, zum Einen umgehend Anzeige bei der Polizei zu stellen und sich zum Anderen bei wachsprobleme@online.de zu melden, damit wir die Infos bündeln und die bereits ermittelnde Staatsanwaltschaft unterstützen können. Die Betrügereien erstrecken sich nach unserem Kenntnisstand über große Teile Europas.

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Der Zellboden ist nicht wie üblich ein Sechseck, sondern sehr rund ausgebildet, so wie es sonst nur bei Königinnenzellen der Fall ist
(c) Markus Bärmann

Helfen Sie also mit, mehr Klarheit in diese Sache zu bekommen und teilen Sie diese Info auch anderen mit!

Der Vorstand