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Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP aus der Bienenperspektive

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Einladung zum Informationsabend

 

 

 

Die Regierungen Europas und der USA planen das Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen(TIPP). Vorreiter ist das Handelsabkommen mit Kanada (CETA).
Braucht Europa Handelsabkommen wie CETA und TTIP? – Der internationale Handel wird doch bereits durch die WTO geregelt.

 

  • - Wie kommen die Verhandlungspositionen der beiden Seiten zustande?
  • - Warum werden Verhandlungen hinter verschlossenen Türen geführt?
  • - Können wir der EU-Kommission blind vertrauen?
  • - Welche Einflussmöglichkeiten haben die Bürger auf beiden Seiten des Atlantiks?
  • - Welche Rolle spielt das Thema „Gentechnik“?

Der Referent, Walter Haefeker , ist Präsident des Europäischen Berufsimkerverbandes und Vorstandmitglied des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes. Er beleuchtet anhand seinen langjährigen Erfahrungen als Imkervertreter in Brüssel das Verhalten der EU-Kommsission bei den TTIP-Verhandlungen.

Auf Grundlage seiner 14jährigen beruflichen Tätigkeit in den USA/Silicon Valley als IT-Manager versucht Walter Haefeker das Zustandekommen der amerikanischen Verhandlungsposition zu erklären.

  

 

Donnerstag, 23. Oktober 2014, 20:00 Uhr

Hotel Wyndham Garden, Donaueschingen

(Hagelreinstr. 17 78166 Donauschingen)

 

Der Eintritt ist frei.

 

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Tagung: Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Biene, Mensch und Natur

Geschrieben von Administrator.

 

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Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Biene, Mensch und Natur: Tagung am 26.09.2014 in Lüneburg

EU-weit ist die Ausbringung von drei Neonicotinoiden bis Ende 2015 verboten. Das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) und De Immen haben gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Imkerschaft, Landwirtschaft und Naturschutz eine Fachtagung organisiert, die weitere Erkenntnisse liefern und die Diskussion für die Zeit nach 2015 anregen soll.

Veranstalter:

Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN) und De Immen e. V.

Ort:

Leuphana Universität Lüneburg

Leitung:

KÖN

Kosten:

45,-- Euro/Mittagessen, Getränke, Kaffeepausen (mit Bio-Produkten) inklusive

Kontakt:

Anmeldung bitte bis zum 24.09.2014 bei:
Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH,
Bahnhofstr. 15,
27374 Visselhövede
Tel.: 04262 9593-00 Fax: 04262 9593-77 anmeldung@oeko-komp.de

  

  

  

  

 

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Bienen finden im Spätsommer keine Nahrung mehr - Umwelt- und Imkerverbände fordern einen Stopp des Pestizideinsatzes auf Grünland

Geschrieben von Administrator.

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++ GEMEINSAME PRESSEINFORMATION ++++ GEMEINSAME PRESSEINFORMATION ++

Hamburg/Berlin 26.08.2014

Der deutsche Verband der Berufsimker (DBIB), der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), Greenpeace, Naturschutzbund (NABU) und das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) protestieren gegen den Verlust von artenreichem Grünland durch eine intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Damit gehen den Bienen im Sommer im ländlichen Raum die letzten Weidegründe verloren. Außerdem verlieren viele weitere Insekten und die letzten Wiesenbrüter ihre wichtigen Lebensräume.

„Wir fordern einen sofortigen Stopp des Pestizideinsatzes auf artenreichem Grünland“, erklärt Manfred Hederer, Präsident der deutschen Berufsimker. „Nur so ist es möglich, dass unsere Bienen im Sommer überhaupt noch Nahrung finden“, ergänzt der Imker.

In der Bundesrepublik macht das Grünland noch knapp 5 Millionen Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus. Es ist damit ein prägendes Element der Agrarlandschaft mit einem hohen ästhetischen Wert. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) informierte dieses Jahr darüber, dass von 2009 bis 2013 das Grünland in der Bundesrepublik um 820 Quadratkilometer und damit um 7,4 Prozent geschrumpft ist. Neben dem Flächenverlust sind Umwelt- und Imkerverbände über den Qualitätsverlust der Grünländer besorgt.

Völlig unverständlich ist für die Naturschützer, dass auf dem verbleibenden Grünland Pestizide eingesetzt werden, um unerwünschte blühende Wildkräuter zu beseitigen. Landwirte sprühen bundesweit Herbizide (Pflanzenvernichtungsmittel), um höhere Erträge auf den Wiesen zu erzielen. Die öffentliche Hand unterstützt diese Praxis. So verbreitet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft derzeit eine über 20 seitige farbige Broschüre mit dem Titel „Unkrautmanagement auf Wiesen und Weiden“. Darin werden seitenweise Blühpflanzen unter der Rubrik "minderwertige Platzräuber" aufgelistet und chemische Bekämpfungsmaßnahmen empfohlen.

Grünlandflächen ohne Herbizideinsatz bieten mit einer Vielfalt an Strukturen und zeitlich gestaffelten Blühabfolgen eine große Vielfalt an Nahrungs- und Lebensräumen für zahlreiche Tiere. Hier finden Vögel, Amphibien und eine Vielzahl von Insektenarten ihre Nahrung. Aufgrund des hohen Artenspektrums spielt der Erhalt artenreicher Grünlandflächen eine ganz wesentliche Rolle bei der Erreichung von nationalen und internationalen Biodiversitätszielen.

Am 27. August 2014 hat Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) die deutschen Bauern- und Gartenverbände zu einem Treffen in sein Ministerium nach Berlin eingeladen. Es soll unter anderem über den Pflanzenschutz und seine Akzeptanzprobleme beraten werden.

(404 Wörter, 3236 Zeichen)

Weitere Infos zum Thema:
www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/presse/2014/PK_Gruenlandpapier_30.06.2014_final_layout_barrierefrei.pdf
www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/biologische_vielfalt/20100100_biologische_vielfalt_wiesencheck_faltblatt.pdf

Ansprechpartner:
BUND, Tomas Brückmann, Tel.030/27586 420, Tomas.brueckmann@bund.net
DBIB, Manfred Hederer, Tel. 08806 924 509, manfred.hederer@berufsimker.de
PAN Germany, Susan Haffmans, Tel. 040/399 19 10-25, susan.haffmans@pan-germany.org
Greenpeace, Manfred Santen, Tel: 040/30618-255, manfred.santen@greenpeace.de
NABU, Florian Schöne, Tel. 030/284984-1615, florian.schoene@nabu.de 

 

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EU will Gentechnik im Honig verbergen

Geschrieben von Imkermeister Klaus Ahrens.

Stellungnahme der europäischen und deutschen Imkerverbände

 

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Pressemitteilung vom 16.1.2014

Das EU-Parlament hat am 15. Januar einer von der Kommission vorgeschlagenen Änderung der Honigrichtlinie zugestimmt. Das könnte zur Folge haben, dass Verbraucher in Zukunft nicht mehr erfahren, ob Honig Pollen oder Nektar von gentechnisch veränderten Pflanzen enthält. Der Beschluss erfolgte gegen das Votum des EU Ausschusses für Umwelt- und Lebensmittelsicherheit und trotz der Proteste der europäischen und deutschen Imkerverbände. „Die Revision der Honigrichtlinie stellt sicher, dass der Honig endlich aus der Gentechnik-Diskussion herausgehalten werden kann“, so Herbert Reul MdEP, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament in einem Schreiben an Thomas Radetzki, Vorstand des ökologischen Imkerverbandes Mellifera, der den Beschluss anders bewertet:

„Diese Entscheidung dient der Gentechniklobby, nimmt Verbrauchern die Wahlfreiheit beim Einkauf von Honig und will die Imker im Kampf gegen die Gentechnik wehrlos machen.“ Der Europäische Gerichtshof hatte die Rechte der Verbraucher und Imker in dieser Frage im September 2011 grundlegend gestärkt.

„Die ganze Regulierung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) in Europa basiert auf der Feststellung, dass sie nicht natürlichen Ursprungs sind“, erklärte Walter Haefeker, Präsident des Europäischen Berufsimkerverbandes (EPBA) „und nun hat das EU Parlament GVO-Pollen als natürlichen Bestandteil von Honig eingestuft.“

Der vom EU-Parlament heute abgesegnete Vorschlag stammt ausgerechnet von der Generaldirektion der Kommission, deren Aufgabe eigentlich der Verbraucherschutz sein sollte. Nach den Vorstellungen der Kommission wird beispielsweise ein Rapshonig aus Kanada nicht gekennzeichnet werden müssen, selbst wenn dieser ausschließlich von Feldern mit reinem GVO-Raps stammt.
„Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an,“ so schrieben es die Koalitionäre kürzlich noch in ihren neuen Vertrag. So verwundert es nicht, dass Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes (DIB), nun von der deutschen Bundesregierung, bzw. vom neuen Landwirtschaftsminister Friedrich, fordert diese Entwicklung im Europäischen Rat zu stoppen.

„Vor der Wahl haben sich CSU und SPD klar gegen einen Anbau von GVO in Deutschland positioniert. Wir erwarten entsprechende Konsequenzen! Deutschland kann einen eigenen Kurs innerhalb der EU fahren und Verbraucher, Landwirte und Imker schützen.“

Um das Vertrauen der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher unter diesen Umständen nicht zu verlieren, empfehlen die deutschen Imkerverbände ihren Mitgliedern ab sofort Honig mit dem Label „Ohne Gentechnik“ zu versehen. Das vorbildliche deutsche Standortregister für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen macht den deutschen Imkern eine Kontrolle über ihren Honig möglich. Das offizielle Label ist bereits bei anderen von der GVO-Kennzeichnung ausgenommenen Produkten wie Milch, Eiern und Fleisch in Verwendung. So wollen sich deutsche Imker gegenüber unsicherer Importware abgrenzen. Die deutschen Imkerverbände wollen ihre Mitglieder und Kunden vor der anstehenden Europawahl die Namen der deutschen EU-Parlamentarier nennen, welche die gestrige Entscheidung herbeigeführt haben. „Unsere Rechte auf Wahlfreiheit und Koexistenz werden sich nur dann gegen den Druck der Gentechnikindustrie verteidigen lassen, wenn sich die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments deutlich verändert“, so Imkermeister Günter Friedmann, Sprecher der Demeter Imker in Deutschland.

Ansprechpartner für die Presse:


Peter Maske, Präsident
Deutscher Imkerbund
Villiper Hauptstr., 53343 Wachtberg/Villip, www.deutscherimkerbund.de
0171-8771935

Manfred Hederer, Präsident
Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund
Hofstattstr. 22a, 86919 Utting, www.berufsimker.de
0151-23038271

Thomas Radetzki,
Vertreter des Bündnis zum Schutz der Bienen vor Agro-Gentechnik, www.bienen-gentechnik.de
Vorstand Mellifera e.V.,
Fischermühle 7, 72348 Rosenfeld, www.mellifera.de
0171-3366569

Walter Haefeker, Präsident
European Professional Beekeepers Association
Tutzinger Str. 10, 82402 Seeshaupt, www.professional-beekeepers.eu
0151-58565444

Zitate aus Donaueschingen 2016

maske-redePeter Maske (DIB)
"Auf die Leistungen der Landwirtschaft für den Naturschutz müssen zukünftig die Subventionen ausgerichtet werden."
ebner redeHarald Ebner (MdB)
"Für eine bienenfreundliche Landwirtschaft braucht es den Ausstieg aus den Neonicotinoiden und ganz dringend einen wirksamen Masterplan für eine deutliche Pestizidreduktion."

 

"Rasch im Fluge die Freud' umarmen, leise
nur den Mund ihr berühren, wie die Biene
Nektarblumen berührt, o Freund, versetzt uns
unter die Götter."

Friedrich von Matthisson, 1761 - 1831